Feuchte
Wände trocken legen – Dichtung und Wahrheit – Eine
Beobachtung
Endlich!
Die Arbeiten im Haus sind alle abgeschlossen, selbst die
Kellerräume sind verputzt und anständig hergerichtet. Im
Laufe der Zeit zeigt sich an einigen Stellen der Schimmel,
feuchte Stellen, ja Tröpfchenbildung. Wo kommt das Wasser
her und wie kann dagegen vorgegangen werden?
Selbst werden die meisten Eigentümer der Lage oft kaum Herr
und auch die tatsächliche Ursache wird selten ergründet.
Nach eigenen, oft langwierigen Sanierungsversuchen wird nun
doch ein Fachmann gerufen. Der Keller wird durchgemessen,
eine klare Analyse folgt und welch Glück: Der Fachmann
entpuppt sich als professioneller Kellertrockenlegeexpert
=> Diagnose: Aufsteigende Feuchtigkeit.
Die
Diagnose wird gerne und zügig gestellt und führt beim
Hausbesitzer häufig zu Schockreaktionen und bedeutet,
klar:
Das Aus. Nicht
für das Haus, zumindest aber für die letzten
Ersparnisse. Aufgrund
Kontakten zu zahlreichen Bauherrn mit trockengelegten
Kellern, die sich letztlich doch als genauso feucht wie
zuvor entpuppten, zeigte sich unabhängig von chemischen,
elektrophysikalischen oder auch geistig-spirituellen
Trockenlegungsansätzen eine nahezu identische
Vorgehensweise der Akteure: Vor dem
Einbau eines Gerätes zur sog. elektrophysikalischen
Trockenlegung, der Injektage oder auch der
Oberflächenbehandlung mit chemischen Substanzen liegt fast
immer eine Feuchtemessung am betroffenen Bauteil, meist
mittels elektrischer Widerstandmessung, seltener durch
Probenentnahmen. Hierbei
sind erstere keine Feuchtemessungen und können höchstens
eine Tendenz oder einen Feuchtehorizont zeigen /
kontrollieren.
Die Hauptaktionszeit der organisierten Akteure aber auch
der Ein - Mann - Bohrmaschinen - Kapitalgesellschaften
liegt in den warmen Sommermonaten, in denen die
Außentemperatur hoch, die Kellerraumtemperaturen niedrig
und somit der Kondenswasserausfall in den Kellern groß und
sicher ist. In der warmen Jahreszeit wird gemessen,
installiert und injiziert, der Nachweis der Wirksamkeit
erfolgt selbstverständlich hzu einem späteren Zeitpunkt,
schließlich muss das System erst einmal
"wirken".Je nach
Großwetterlage erfolgen die ersten Messungen zur
Wirksamkeit ab Ende September, wenn die Außentemperaturen
und somit die Luftfeuchtigkeit absinken. Bei den nun
wärmeren Oberflächen findet kein Kondensatausfall mehr
statt, im Gegenteil, feuchte Oberflächen können
Feuchtigkeit an die Umgebungsluft abgeben. Eine
Januarmessung kann wahre Wunder zeigen. Über
diese Vorgehensweise kann jeder mehr oder minder
Geübte immer
ein
Ergebnis erzielen, das auch gewünscht wird.
Teurer
für den kritischen Bauherren, aber vermeintlich präziser
und genauer, ist eine Materialentnahme mit Überprüfung in
einem Labor. Bereits über die Bohrgeschwindigkeit und der
daran gekoppelten Hitzeentwicklung kann der Feuchtegehalt
einer Bohrprobe herabgesetzt werden. Flankierende
Lüftungsmaßnahmen, gehörten bei allen
mir
berichteten Trockenlegungstechniken mit zur
Maßnahme. (Zitat:"Sie
müssen wenn es kälter wird das Fenster öffnen, damit die
jetzt der Wand entzogene Feuchtigkeit aus dem Haus kann.")
Als
Hauseigentümer muss man höllisch
darauf
aufpassen wen man sich ins Haus holt, wem man glaubt und
wem man vertraut. Wenn eine zweifelhafte Maßnahme schief
geht und man nach dem Verlust mehrerer Tausend
ungerechtfertigter Euro feststellt, dass doch der Kanal vor
der Tür, die hohe Luftfeuchtikeit des Sommers oder die
Regenrinne das Wasser in die Wand treibt ist es meist zu
spät. Einige
Maßnahmen zur Feuchtereduzierung sind nur auf dem Papier,
im Gespräch, aber niemals in/auf der Wand:
Ganz große Dichtkunst.
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legen"